Langbogen kaufen und vergleichen

Bögen für Einsteiger
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Langbogen kaufen und Ratgeber

LANGBOGEN KAUFEN

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Langbogen kaufen

Wenn du dir einen Langbogen kaufen möchtest, bist du hier genau richtig. Unser umfangreicher Ratgeber und Kaufberater unterstützt dich dabei, das für dich perfekte Modell zu finden.

Der Langbogen ist die ursprünglichste und älteste Bogenart, die es zu finden gibt. Zwar tragen die aktuellen Modelle auch noch die Bezeichnung eines Langbogens, mit den alten Verwandten haben die aktuellen Ausführungen aber nur noch wenig gemeinsam.

Moderne und traditionelle Langbögen

Im Grunde ist es ganz einfach. Die einfachen und ursprünglichen Längbögen, auch Selfbows genannt, bestehen nur aus einem einzigen Stück Holz. Robin Hood hätte seine Freuden an diesem Bogen. Mit diesem Bogen streifte er durch die Wälder und schützte so die Armen vor Ausbeutung und Gewalt.

Weniger interessant wären für unseren Helden die modernen Langbögen. Die kannte Robin nicht. Fiberglas und Carbon sind nämlich neuzeitliche Materialien, die sich mit dem modernen Langbogen vereinigten. Diese Bogenart zeichnen sich nämlich durch ihre einfach Form auf, die Entwicklung machte aber auch vor dieser Bogenart keinen Halt.

Der Langbogen wäre der Topseller im Mittelalter gewesen

Langbögen sind wohl die bekanntesten Bögen des Mittelalters. Diese mannsgroßen Bögen wurden damals meist von den Engländern verwendet und zeichnen sich gerade durch ihre große Reichweite und hohe Durchschlagskraft aus. Auch beim traditionellen Bogenschießen sind Langbögen nach wie vor oft anzutreffen.

Im Vergleich zu früher werden nicht mehr Hölzer wie Ulme oder Eibe verwendet, sondern moderne Materialien, welche die Langbögen deutlich wurfstärker und robuster machen. Langbögen sind also klassisch. Sie geben dem Bogenschützen deutlich mehr Gefühl als etwa ein Compoundbogen.

Einen Langbogen erkennt man schon an seiner Größe. Richtig auf den Sportler angepasst, hat er eine Größe vom Boden bis ca. zu Kopf des Schützen.

Was ist ein Langbogen?

Der Langbogen weist im Gegensatz zu den Recurvebögen eine einfachere und ursprünglichere Form auf. Im Vergleich zu den Recurvebögen verfügen die Modelle über einen weicheren Auszug und über eine geringere Geräuschentwicklung.

Hohe Pfeilgeschwindigkeiten wie bei einem Recurvebogen werden aber nicht erreicht. Noch traditioneller als der Langbogen ist nur noch der sogenannte Selfbow. Ein bekannter Vertreter des Selfbow ist der englische Langbogen. Für diese Bögen dürfen keine Kunststoffeinlagen wie Fiberglas oder Carbon verwendet werden.

Je nach Bogenart dürfen nur Holz oder andere Naturmaterialien wie Horn für die Verstärkung oder Leder für den Handgriff genutzt werden. Einige Modelle haben eine eingearbeitete Pfeilauflage, andere Bögen verzichten ganz darauf und werden über den Handrücken geschossen.

Der Selfbow oder auch Primitivbogen

PRIMITIV BOGEN KAUFEN

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Drake Osage

Für die meisten ist diese Bogenklasse unter dem Namen Selfbow oder auch Primitivbogen bekannt. Es gibt aber noch weitere Namen für diese Bogenklasse. Der bekannteste Vertreter aus dieser Bogenklasse ist wahrscheinlich der englische Langbogen. Nicht zuletzt verhalfen die Robin Hood Filme diesem Bogen zu einer gewissen Bekanntheit. Eines haben die verschiedenen Primitivbögen aber gemeinsam.

Bei diesen Bögen wird komplett auf die Verarbeitung diverser Kunststoff- oder Fiberglaseinlagen verzichtet.Je nach Modell ist es aber möglich, dass sich verschiedene Naturelemente am Primitivbogen finden lassen. So kann beispielsweise Horn für die Verstärkung an den Wurfarmenden bzw. an der Wurfarmnocke verwendet werden. Möglich ist auch die Nutzung von Horn an einer evtl. vorhanden Pfeilauflage. Denn teilweise wird auch eine kleine ausgearbeitete Pfeilauflage bzw. ein Schussfenster bereitgestellt. Auch könnte es vorkommen, dass Leder am Griff angebracht ist, welches einen besseren Halt und Griffigkeit gewährt.

Der moderne Langbogen

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Der Langbogen entstand aus einer Idee heraus, moderne Materialien mit der traditionellen Form des Selfbows zu vereinen. So weist der ursprüngliche Selfbow oder auch Primitivbogen keine Hightechmaterialien auf, die dem Bogen höhere Geschwindigkeiten und Leistungen ermöglichen würden. So könnte man den heutigen Langbogen zwar mit den englischen Langbögen aus den Robin Hood Filmen verwechseln, doch technisch haben diese Bögen rein gar nichts gemein.

Die heutigen Modelle werden aus verschiedenen Kunststoffmaterialien wie Fiberglas oder sogar Carbon gefertigt. Die Leistung wurde aufgrund der Verwendung dieser Hightechkunststoffe weitestgehend ausgereizt. Diese Leistungsmerkmale schlagen sich aber auch im Preis nieder. Daher sind diese Hochleistungs-Langbögen leider nicht im Niedrigpreissegment zu erhalten.

Der englische Langbogen

Ein englischer Langbogen hat eine lange Geschichte hinter sich, die im heutigen Großbritannien beginnt. Damals hatte man erkannt, dass die Nutzung von Bögen mit einer großen Reichweite einen entscheidenden Vorteil im Kampf mit sich bringen konnte. Das war auch der Grund, weswegen man begann, den englischen Langbogen zu entwickeln und herzustellen.

Gefertigt wurde der Langbogen meist aus Eibenholz. Passend dazu wurden Bogensehnen aus z. B. Fasern hergestellt, die dann mit der Waffe verbunden wurden. Schnell wurde hier sichtbar, wie mächtig eine Armee sein konnte, die die Langbogenschützen mit sich führte.

Ein Rückblick auf die Geschichte zeigt, dass ein Pfeil mit einer Geschwindigkeit von bis zu 180 Kilometer pro Stunde fliegen konnte. Diese enorme Geschwindigkeit und ein passendes Gewicht des Pfeils sorgten dafür, dass dicke Holzplatten und eiserne Rüstungen nicht vor Verletzungen schützten. Daneben war es auch die Reichweite von etwa 200 Meter, mit welcher ein englischer Langbogen zu einer gefährlichen Waffe wurde.

Damit ein englischer Langbogen effektiv genutzt werden konnte, erhielten die Nutzer eine spezielle Ausbildung. Die Langbogenschützen konnten schnell Pfeile ansetzen und über eine weite Distanz möglichst genau abfeuern. Berichtet wird hier über einen Pfeil pro 10 Sekunden, was für drei Minuten insgesamt 18 Pfeile ergibt. Ausgestattet mit diesen Möglichkeiten konnten einige Schlachten erfolgreich gegen Gegner geschlagen werden, wo weiterhin normale Kämpfer verwendet wurden.
Ein Blick auf die Zeit zeigt, dass ein Englischer Langbogen Stück für Stück an Beliebtheit verlor. Durch modernere Waffen wurden der Bogen immer unwichtiger und durch andere Entwicklungen ersetzt. Doch noch heute begeistert er im Bogensport als besonderes Produkt.

Ein englischer Langbogen ist zweifelsohne interessant im Bogensport. Hierbei ist es vor allem das Wissen, dass dieser Bogen bereits vor etwa 1000 Jahren genutzt wurde, was die Verwendung so einzigartig macht. Sollte man beim Bogenschießen die Möglichkeit erhalten, mit dieser Waffe arbeiten zu dürfen, sollte man die Gelegenheit nicht ablehnen.

Was sollte man beim Kauf beachten?

Zuerst gibt es die Möglichkeit, als Einsteiger Sportler zu fragen, welche bereits Ahnung von der Materie haben. Ein örtlicher Verein oder ein Fachhändler ist diesbezüglich sicher eine gute Anlaufstelle. Das Heranführen an den Bogensport erfolgt nicht bei der Ausübung in mehreren Schritten, sondern auch bei der Materialauswahl. Wer den Bogensport erst erlernt, ist mit einem leicht zu ziehenden Bogen bestens beraten, denn dieser ermöglicht es, eine saubere Technik zu erlernen. Aus diesem Grund sind Bögen von Vereinskollegen nicht wirklich sinnvoll für Einsteiger, da diese viel zu stark sein dürften. Für die ersten Versuche ist sicher ein Leihbogen die beste Lösung.

Doch wer sich dauerhaft dazu entschlossen hat, dieser Sportart nachzugehen, sollte sich einen eigenen Bogen kaufen. Der eigene Bogen ist immer besser als ein fremdes System. Gerade als Anfänger wäre es gut, wenn beim Kauf des Bogens der Übungsleiter oder Trainer dabei wäre. Nicht sinnvoll ist zudem gleich ein Kauf mit einem hohen Zuggewicht des Bogens. Solch ein Vorgehen wäre falsch. Besser ist es, das Zuggewicht langsam zu erhöhen und stattdessen auf eine saubere Technik zu achten. Falsche Technik, oft hervorgerufen durch ein anfangs zu starkes Zuggewicht, führt zur Überlastung und Frustration.

Die Langbögen werden meist ohne jegliches Zubehör geliefert. Meist lässt sich nur eine passende Sehne im Lieferumfang finden. Daher ist es empfehlenswert, sich für den Bogen einen zusätzlichen Nockpunkt zu setzen, der einem bei dem korrekten Einnocken des Pfeiles unterstützt. Zusätzlich sind passende Pfeile, Handschuhe und Armschützer ebenfalls zu empfehlen. Weit wichtiger ist allerdings, dass der Langbogen in der korrekten Bogenlänge und im korrekten Zuggewicht gekauft wird.

Wie groß muss der Bogen sein?

KörpergrößeBogenlänge
120 – 135 cm58 Zoll
136 – 150 cm62 Zoll
151-160 cm64 Zoll
161 – 167 cm66 Zoll
168 – 175 cm68 Zoll
ab 176 cm70 Zoll
Die Bogenlänge wird nach der Körpergröße gewählt

Die Bogenlänge ist ausschlaggebend dafür, dass der Bogen nicht überstrapaziert wird, und evtl. sogar auch brechen kann. Folgende Tabelle kann Ihnen helfen, die richtige Bogenlänge zu finden:

Diese Frage ist natürlich nicht so einfach zu beantworten, wie das Thema rund um die Bogenlänge. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle, die Einfluss auf das Zuggewicht des Langbogens haben. Wichtige grundlegende Faktoren sind hier das Alter, das Geschlecht sowie die Statur und die Fitness des Schützen. Folgende Tabelle soll Sie dabei unterstützen, dass richtige Zuggewicht deines zukünftigen Bogens zu ermitteln.

Empfohlene Zuggewichte für den Mann

BogenschützeZuggewicht
Ein jugendlicher Schütze bis 12 Jahre14 – 20 lbs
Ein selten sporttreibender Schütze20 – 28 lbs
Ein recht sportlicher Schütze28 – 32 lbs
Sehr aktive sportliche Schützen32 – 40 lbs
Empfohlene Zuggewichte für den Mann

Empfohlene Zuggewichte für die Frau

BogenschützeZuggewicht
Eine jugendliche Schützin bis 12 Jahre10 – 16 lbs
Eine selten sporttreibende Schützin16 – 24 lbs
Eine recht sportliche Schützin24 – 28 lbs
Eine sehr aktive sportliche Schützin28 – 34 lbs
Empfohlene Zuggewichte für die Frau

Welche Bestandteile hat der Langbogen?

Wie in so vielen Bereichen des Lebens unterscheiden sich auch die einzelnen Modelle der Langbögen mehr oder weniger voneinander. Form und Farbgebung variieren somit je nach Geschmack und Anspruch. Grundlegend verfügen die traditionellsten Vertreter des Bogens aber über die gleichen Bestandteile.

Wurfarm Tip

Der Wurfarm Tip ist sowohl am oberen als auch am unteren Ende des Wurfarmes zu finden. Diese sind verstärkt, da sie im direkten Kontakt mit der Sehne stehen und hohen Belastungen standhalten müssen. Hier kann beispielsweise Micarta zum Einsatz kommen. Je nach Qualität der Bogennocke ist der Bogen Fast-Flight tauglich (Sehnenmaterial).

Der obere und untere Wurfarm

Die Wurfarme des Bogens befindet sich oberhalb bzw. unterhalb des Griffstückes. Die durch die Wurfarme gebildete Krümmung sollte gleichmäßig sein und keine Kanten aufweisen. Das Laminat auf den Wurfarmen verjüngt sich vom Mittelstück an kontinuierlich bis hin zu den Wurfarmenden.

Die Bogensehne

Die Bogensehne verbindet die beiden Wurfarmenden des Bogens miteinander und bewirkt so die gewünschte Spannung. Um die Spannung des Bogens zu erreichen, ist die Sehne des Bogens immer 4 Zoll kürzer als die eigentliche Bogenlänge.An den Enden und in der Mitte verfügt die Sehne eine verstärkte Wicklung.

Der Nockpunkt auf der Sehne

Der Nockpunkt ist ein kleiner Messingring, der auf der Sehne angebracht wird. Dieser kleine Messingring zeigt einem die optimale Position an, an der der Pfeil angesteckt (angenockt) wird.

Das Bogenfenster

Das Bogenfenster dient zur sicheren Ablage des Pfeiles. Einige Langbögen verzichten auf dieses Element. In diesem Fall wird über den Handrücken geschossen. Um Bogen und Pfeil zu schonen, kann das Bogenfenster mit einer klebbaren traditionellen Pfeilauflage geschont werden. Das Bogenfenster ist so gefertigt, das sie sich nach vorne und nach hinten absenkt, um einen minimalen Kontakt mit dem Pfeil zu gewährleisten.

Das Griffstück

Für den Bogenschützen ist die Wahl des Griffstückes ein wichtiges Kriterium. Hier stehen verschiedene Formen der Griffstücke zur Verfügung. So gibt es beispielsweise den Standardgriff, der meist bei ursprünglichen Bögen seinen Einsatz findet. Weitere Formen sind der Dished Grip, der Pistolengriff und der reverse Griff.

Langbogen oder Recurvebogen kaufen?

Beim Kauf eines Langbogens stehen zudem verschiedene Modelle zur Auswahl. Gerade Einsteiger in den Bogensport sollten den Recurvebogen dem Langbogen bevorzugen. Ein Recurvebogen verzeiht Fehler besser und ist etwas schneller. Zudem kann im Vergleich zum Langobgen der Wurfarm einfach ausgetauscht werden (sofern Take-Down). Hierdurch kann sich bequem an das eigene Zuggewicht herangearbeitet werden.

Es muss also nicht immer ein neuer Langbogen gekauft werden. Wichtig beim Bogenkauf ist auch der Griff. Dieser muss selbstverständlich gut passen und das Gewicht muss stimmen, also sowohl das Bogengewicht wie auch das Zuggewicht. Zudem müssen die Wurfarme die richtige Länge haben und auch die ganzen erforderlichen Kleinteile wie Armschutz, Koffer und Tab angepasst werden. Eines ist beim Kauf besonders wichtig, die Zeit. Der Kauf eines Langbogens ist keine „Hauruck“ Aktion.

Man sollte sich ausreichend Zeit lassen. Denn nicht nur die Materialauswahl braucht Zeit, sondern auch das Bestimmen des eigenen Stils. Vorschnelle Käufe bedeuten im Nachhinein oft Frust und mehr Geld. Langbögen, die angepriesen werden mit „passen auf jeden Schützen“ gibt es nicht. Das ist eine reine Verkaufslüge. Natürlich wäre ein Händler in der Stadt die beste Lösung. Manchmal sind diese aber auch zu weit entfernt und man sucht eine Alternative im Onlinekauf. Auch hier gibt es Unterschiede, ob Internethändler oder Aktionshaus.

Im Auktionshaus ist immer Vorsicht angeraten. Meist gibt es keine Beratung und auch keine Umtauschmöglichkeit. Wenn beim Onlinehändler gekauft wird, sollte man sich über diesen vorab gut informieren. Hat der Händler Erfahrung im Bereich Bogensport? Gibt es gute Kontaktmöglichkeiten? Bietet dieser einen einfachen Umtausch an?

Denn eigentlich sollte man den Langbogen zumindest einmal in der Hand gehalten haben, bevor dieser gekauft wird. Am besten wäre natürlich auch ein Probeschuss vor dem Kauf. Schließlich sollte man wissen, wie sich er Langbogen wirft und ob man damit zurechtkommt. Besteht die Möglichkeit, dass der Bogen nach der Lieferung getestet und gegebenenfalls einfach wieder zurückgeschickt werden kann, kann auch ein Onlinekauf eine Alternative sein.

Weiterführende Links

https://de.wikipedia.org/wiki/Langbogen