Compoundbogen kaufen

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Compoundbögen sind hoch technisierte Bögen mit vielen Einstellungs- und Anbaumöglichkeiten. Für den Laien und für diejenigen, die sich noch nie zuvor mit dem Bogensport befasst haben, macht der Compoundbogen nicht gerade den Anschein, ein Bogen zu sein. Sein Äußeres ist auch nicht gerade das, was man sich von einem Bogen im eigentlichen Sinne vorstellt. Und dennoch handelt es sich um einen Bogen, wie es auch der Langbogen oder der Recurvebogen ist.

Was ist ein Compoundbogen?

Auch der Compoundbogen ist letztendlich nur ein Bogen, rein optisch halt nur ein ganz spezieller. Grundlegend sind die Unterschiede zu den Recruvebögen und zu den Langbögen aber gar nicht so groß, wie man es zuerst vermuten könnte. Denn auch der Compoundbogen kann nur die Energie auf den Pfeil übertragen, die zuvor durch das Ausziehen des Bogens in den Wurfarmen gespeichert wurde. Wird die Sehne losgelassen, wird die in den Wurfarmen gespeicherte Energie auf den Pfeil übertragen. Der Pfeil wird beschleunigt. Der große Unterschied zu den Recurve- und Langbögen ist das Letoff. Wird ein traditioneller Bogen gespannt, biegen sich die Wurfarme. Je weiter man den Bogen auszieht, erhöht sich somit auch das Gewicht, was man halten muss. Dieses Gewicht wird dann so lange gehalten, bis man das Ziel anvisiert hat und den Pfeil freigibt. Und in diesem Bereich hat der Compoundbogen seine Vorteile. Durch das Zusammenspiel von Sehne, Kabel und den Rollen (Cams) an den Enden der Wurfarme, wird eine Art Flaschenzugwirkung erreicht. Das Ergebnis ist, dass zum Spannen des Bogens auch zuerst die benötigte Kraft aufgebracht werden muss, diese aber kurz vor dem Vollauszug plötzlich stark abnimmt. So hat man beispielsweise bei einem Compoundbogen mit 50 Pfund bei einem Vollauszug nur noch ca. 15 Pfund auf den Fingern. Das Zielen fällt so natürlich viel leichter, mit einher kommt eine höhere Präzision.

Die Funktion des Letoff’s

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Folgendes Video demonstriert die Funktion des Letoff’s. Zum Video

Welche Bestandteile hat ein Compoundbogen?

Der Compoundbogen ist ein hoch komplexer und technischer Bogen. Aus diesem Grund befinden sich an diesem Bogen viele verschiedene Bauteile, welche die charakteristischen Eigenschaften des Compoundbogens bewirken. Folgend haben wir die wichtigsten Bestandteile des Compoundbogens aufgeführt:

Das Cam

  • Das Cam ist eines der wichtigsten Elemente an einem Compoundbogen. Am äußeren Rand der Cam verläuft durch eine Führung die Sehne. Je nach Cam-System ist seitlich noch eines der meist zwei vorhanden Kabel befestigt. Zieht man den Bogen aus, so rollt sich die Sehne von der Cam ab und das Kabel rollt sich auf. Da das Kabel auf der Gegenseite mit dem Wurfarm verbunden ist, zieht es den Wurfarm zusammen.

Der Wurfarm

  • Die Wurfarme des Bogens befinden sich oberhalb bzw. unterhalb des Griffstückes. Durch das Ausziehen werden die Wurfarme zusammengepresst, um so die Energie bis zur Freigabe des Pfeiles zu speichern.

Die Sehne

  • Die Sehne ist im Gegensatz zu den traditionellen Bögen nicht direkt mit den Wurfarmenden verbunden. Stattdessen läuft die Sehne in einer Führung an den Cams entlang. Durch das Ausziehen rollt sich die Sehne von den Cams und bewirkt so im Zusammenspiel mit den Kabeln und den Cams eine Hebelwirkung, die das im Vollauszug eintreffende Let-off erzeugt.

Die Kabel

  • Die meisten Bögen verfügen über zwei Kabel. Je nach Modell und Cam-System sind die auf einer Seite direkt mit dem Wurfarm verbunden und verlaufen von dort aus an das gegenüberliegende Cam. Das Zusammenspiel der Kabel, der Sehne und der Cams führt zu einer Hebelwirkung, die das im Vollauszug eintreffende Let-off bewirkt.

Kabelgleiter

  • Da sich die Kabel bei den meisten Compoundbögen kreuzen, ist es notwendig, einen Kabelgleiter zu verbauen. Dieser führt die Kabel aneinander vorbei, ohne das sich diese berühren. Der Verschleiß wird so stark gemindert.

Bogenfenster

  • Das Bogenfenster dient zur sicheren Ablage des Pfeiles. Die Compoundbögen werden aber fast immer sportlich geschossen. Der Pfeil liegt also auf einer zusätzlich montierten Pfeilauflage.

Griffstück

  • Das Griffstück bildet bei den Compoundbögen den größten Anteil des Bogens. Je nach Modell besteht das Griffstück aus Aluminium oder aus hochwertigem Carbon. Die ausgefästen Ausschnitte (Cut-Outs) dienen nicht nur der optischen Gestaltung, sondern reduzieren auch erheblich das Gewicht.

Wurfarmschraube

  • Die Wurfarmschraube dient zur Befestung des Wurfarmes am Mittelstück. Zusätzlich kann durch das rein- und rausdrehen dieser Schraube das Zuggewicht variiert und eingestellt werden. Dreht man die Schrauben raus, so verringert sich das Zuggewicht. Wird die Schraube komplett eingedreht, hat der Bogen das maximale Zuggewicht.

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Die Einstellbarkeit des Compoundbogens

Es gibt verschiedene Modelle, die eine unterschiedliche Einstellbarkeit aufweisen. Grundsätzlich können Compoundbögen in der Auszugslänge und im Zuggewicht eingestellt werden. Von Modell zu Modell ist es aber unterschiedlich, in welchen Bereichen man Einstellungen vornehmen kann. Viele Einsteigermodelle können beispielsweise relativ große Bereiche abdecken. So gibt es Bögen, dessen Zuggewicht man von 15 bis 60 lbs einstellen kann. Auch die Auszugslänge lässt sich bei diesen Einsteigerbögen meist sehr variabel einstellen. So wächst der Bogen mit und kann immer auf die Bedürfnisse des Schützen eingestellt werden. Die genauen Einstellungsmöglichkeiten sollten aber zuvor der Artikelbeschreibung des Bogens entnommen werden.

Was ist bei Kauf eines Compound zu beachten?

Die Bogenlänge

Vor dem Kauf eines Compoundbogens ist zu beachten, wie und wo der Compoundbogen eingesetzt werden soll. Ähnlich wie beispielsweise bei den Recurvebögen können die Compoundbögen für das das FITA schießen oder für das 3D-Schießen eingesetzt werden. Das FITA-Schießen ist einem höchstwahrscheinlich aus dem TV bekannt. Dort wird aus festgelegten Entfernungen auf Zielscheiben geschossen. Das 3D-Schießen spielt sich im Gelände ab. Hier schießt man aus diversen Positionen auf verschiedene 3D-Ziele bzw. auch 3D-Tiere.

Beim FITA-Schießen werden eher Compoundbögen mit großen Achsabstand geschossen. Hier ist der Pfeilflug ruhiger und die Treffergenauigkeit höher. Bei 3D-Schießen werden eher kompakte Bögen eingesetzt. Diese kompakten Bögen sind im Gelände wesentlich besser zu benutzen.

Zuggewicht und Auszug

Neben dem Zuggewicht, welches bei den meisten Compoundbögen in einem gewissen bereich noch einstellbar ist, ist der Auszug ein sehr wichtiger Wert. Compoundbögen können nicht beliebig weit ausgezogen werden, sondern haben je nach Modell, einen vorgegebenen Bereich. So kann der STRONGBOW Shadow Rex beispielsweise nur bis maximal 29 Zoll ausgezogen werden. Haben Sie einen größeren Auszug, kann der Bogen nicht optimal geschossen werden. Ein geringerer Auszug ist nicht problematisch. Bis zu einem gewissen Wert sind die meisten Modelle abwärtskompatibel. Hier sollten zuvor aber auch die Technischen Daten des jeweiligen Bogens geprüft werden.

  • Den persönlichen Auszug beachten
  • Richtige Bogenlänge wählen
  • Das richtige Zuggewicht wählen

Der persönliche Auszug sowie der für den Bogen passende Pfeil kann mit unserem Pfeil-Rechner komfortabel errechnet werden:

Pfeil-Rechner

Einsteiger-Compoundbogen kaufen

Du willst Dir einen Einsteiger-Compoundbogen kaufen? Einsteiger-Compoundbögen zeichnen sich speziell dadurch aus, dass die Modelle über eine hohe Einstellbarkeit verfügen und so optimal auf den Schützen eingestellt werden kann. So decken diese Bögen beispielsweise einen hohen Auszugsbereich ab. Viele Modell können so zum Beispiel für einen Auszug von 26 Zoll bis 31 Zoll eingestellt werden. Ähnlich sieht es mit dem Zuggewicht dieser Einsteiger-Compoundbögen aus. Durch das rein- bzw. rausdrehen der Wurfarmschrauben kann das Zuggewicht angepasst werden. Ein Bogen kann so mitunter von 20 Pfund bis 60 Pfund eingestellt werden. Der Bogenschütze kann den Bogen so auf die eigenen Bedürfnisse einstellen. Nur so kann ein optimaler Einstieg gewährleistet werden.

Die Qualität des Einsteiger-Compoundbogens

Auch bei den Einsteiger-Compoundbögen sollte man nicht auf eine gute Verarbeitung und eine gute Bedienung verzichten, ganz im Gegenteil. Der Einstieg soll ja auch Freude bereiten und nicht zur Qual werden. So sollte darauf geachtet werden, dass man auch auf hochwertige Einsteiger-Compoundbögen zurückgreift.  Zum Teil findet man nämlich auch Modelle, von denen man eher Abstand nehmen sollte. Meist stammen diese Modelle aus dem asiatischen Raum. Natürlich fliegen ein diese Bögen nicht gleich um die Ohren. Die Verarbeitung und die Funktion lassen evtl. doch schon zu Wünschen übrig.

Woran erkennt man gute Einsteiger-Compoundbögen?

Einsteiger sollten auch hier eher auf namhafte Hersteller zurückgreifen. Langjährige Erfahrungen und Investitionen in die Entwicklung spiegeln sich hier stark in der Verarbeitung und der Technik wieder. So kommen beispielsweise ausgeklügelte und bewährte Cam-Systeme zum Einsatz. Und das ist wichtig, ist doch das Hauptmerkmal des Compoundbogens das Let-Off, was erst durch ein guten Cam-System gut funktionieren kann. Gute Einsteiger-Compoundbögen finden man unter anderem mit folgenden Modellen. Empfehlen kann ich den HOYT Klash*, den BOWTECH Infinite Edge Pro* oder auch den FRED BEAR Cruzer*. All diese Einsteiger-Compoundbögen stammen von namhaften Herstellern, die langjährige Erfahrungen in diesem Segment vorweisen können.

Traue nicht jeder Compoundbogen-Test Website

Grundsätzlich ist es genau richtig, sich vor dem Kauf eines Bogens zu informieren und sich beraten zu lassen. Das kann vor Ort oder auch im Internet passieren. Sollte man sich unter anderem dafür entscheiden, sich auf Internetseiten zu informieren, gibt es da einige Dinge, auf die man unbedingt achten sollte.

Vorsicht vor ominösen Bogen-Testseiten

Auch für den Bogensport findet man im Internet verschiedenste Webseiten, die durch angebliche Bogentests Bögen empfehlen und so zum Kauf anregen. Bis dahin ist das soweit kein Problem. Meistens haben diese Seiten jedoch nie wirklich einen dieser Bögen in der Hand gehalten und können so auch keine wirklichen Tests durchführen. Der Sinn dieser Seiten besteht lediglich darin, Bögen oder andere Produkte diverser Shops zu bewerben um dafür eine Provision zu erhalten. Meist werden Bögen von der Plattform amazon.de beworben. Und die Auswahl speziell bei Bögen ist bei amazon.de nicht gerade sehr groß. Auch bewegen sich diese Bögen eher im unteren Preissegment und bieten nicht die beste Qualität. Da die Seitenbetreiber dieser ominösen Testseiten aber auf das Angebot von Amazon angewiesen sind, können diese Seiten auch nur qualitativ durchschnittliche Bögen anbieten und “müssen” diese als “Testsieger” oder ähnlich bewerben. Und das ist das große Problem. Es gibt dort halt nur dies Bögen 😉

Ein Beispiel

Dem Bogensport-Einsteiger wird ein Bogen als “Testsieger” angepriesen. Der gutgläubige Anfänger kauft den Bogen in der Annahme, einen hochwertigen Bogen in den Händen zu halten. Ein Beispiel gefällig?

Oft wird dieser Bogen (PoeLang Protex) auf einigen Seiten als Top-Modell beworben.Dieser Bogen ist nicht übel, aber bei Weitem nicht das Gelbe vom Ei. Wir würden dir in diesem Fall den DIAMOND BOWTECH Infinite Edge nahelegen. Ich denke, Du siehst auf dem ersten Blick den Unterschied. Bei diesem Bogen handelt es sich um ein sehr gutes Einsteiger-Modell von einem namhaften großen Hersteller. Dieser Bogen bietet die definitiv bessere Leistung, wird aber leider nicht bei amazon.de vertrieben 😉

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